Darf ich mal bitte was ganz SCHLAUES sagen?
Ich war nie die Einser-Schülerin.
So. Jetzt ist es raus.
Ich war eher so die Kategorie: „Ach, das passt schon.“ Irgendwo zwischen zwei und drei, mit einem ganz soliden Talent dafür,
Dinge auf den letzten Drücker zu lernen und mir dann einzureden, dass ich unter Druck einfach besser funktioniere.
(Spoiler: Tue ich nicht.)
Und während um mich herum Menschen scheinbar mühelos ihre Einsen eingesammelt haben, saß ich da und habe mich wirklich gefragt:
Wie machen die das eigentlich?
Also ernsthaft. Haben die mehr Gehirn? Einen geheimen Plan? Oder einfach früher verstanden, wie das Leben funktioniert?
Ich hatte dieses Gefühl lange nicht.
Und dann waren da diese Menschen, die schon mit gefühlt zwölf wussten, wer sie sind.
Die Freundin, die dreimal die Woche reiten war und dabei aussah, als hätte sie ihr Leben im Griff.
Ich bin einmal vom Pferd gefallen.
Einmal.
Danach war das Thema Pferd für mich emotional abgeschlossen.
Oder die andere Freundin, Judo, Wettkämpfe, Ehrgeiz, Durchziehen.
Ich habe es auch probiert.
Bis zum ersten Wettkampf.
Danach war ich wieder… frei verfügbar.
Und ich stand daneben und dachte mir jedes Mal:
Wie schaffen die das?
Dieses „Ich hab mein Ding gefunden – und jetzt bleib ich dran“.
Ich fand das immer beeindruckend. Und ehrlich gesagt auch ein kleines bisschen einschüchternd.
Und ich?
Ich habe gebraucht.
Lange. Also wirklich lange.
Fast 30 Jahre, um zu verstehen, dass mein Ding irgendwo zwischen Obst, Gemüse und einem gesunden Lifestyle liegt.
Und als ich es dann gefunden habe… war es plötzlich ganz einfach.
Ich habe Bücher nicht mehr gelesen, ich habe sie verschlungen. Habe Geld in Seminare gesteckt,
das ich zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht hatte, und stand regelmäßig in der Küche und habe Dinge gekocht, die… sagen wir… eher experimentellen Charakter hatten.
Selbstversuch auf höchstem Niveau.
Und dann kam irgendwann dieser Moment, den ich gar nicht richtig benennen kann.
Nicht so ein großes „Jetzt hab ich’s verstanden!“-Ding.
Ich habe gemerkt, dass ich plötzlich nicht mehr googeln musste, sondern Dinge einfach wusste. Dass ich in der Küche stand und Kombinationen gemacht habe,
die funktioniert haben. Dass ich angefangen habe, anderen etwas zu erklären – und sie danach gesagt haben: „Ach krass, das wusste ich gar nicht.“
Und ich stand da und dachte mir nur:
Hä… echt nicht?
Und genau da passiert etwas total Spannendes.
Ich wurde… leise.
Weil ich wirklich, wirklich lange gedacht habe:
Das weiß doch jeder. Also ganz ehrlich…
Ich meine – ist doch logisch, dass Lavendel bei Sonnenbrand hilft, oder?
Dass ein Einlauf bei Kopfschmerzen Wunder wirken kann?
Dass Avocado basisch ist und man sie ruhig öfter essen darf?
Das sind doch Dinge, die man einfach weiß.
Oder?
Tja.
Nein.
Weiß man nicht.
Und trotzdem habe ich mich immer wieder dabei erwischt, wie ich dachte:
Die anderen sind bestimmt schlauer.
Die wissen das schon alles.
Ich erzähl denen doch nichts Neues.
Und dann wurde ich still.
Und gleichzeitig beobachte ich diese Frauen.
Du kennst sie.
Die, die in einen Raum kommen und sofort da sind. Die reden, die erzählen, die Menschen irgendwie automatisch mitnehmen.
Letztens saß ich in einem Café und habe eine Gruppe älterer Damen beobachtet.
Kaffee. Kuchen. Und Geschichten.
Und eine von ihnen – lange graue Haare, große Gesten, volle Präsenz – hat erzählt, als würde die ganze Welt zuhören.
Ob alles gestimmt hat?
Ich sag mal so: Der Unterhaltungswert war definitiv gegeben.
Aber es ging gar nicht darum.
Es ging darum, wie sie erzählt hat.
Mit so einer Selbstverständlichkeit.
So einem „Ich hab was zu sagen – also sag ich’s einfach“.
Und ich saß da und dachte mir:
Warum fällt mir das eigentlich so schwer?
Ich schreibe gern.
Ich kreiere gern.
Ich liebe es, Gastgeberin zu sein.
Aber im Mittelpunkt stehen?
Puh.
Mein Geburtstag steht bald an und allein der Gedanke daran, dass ich da im Zentrum stehe, lässt mich innerlich schon leicht nervös werden.
Und das, obwohl ich ja – seien wir ehrlich – dafür nicht wirklich viel geleistet habe außer geboren zu werden.
(Wobei ich ja fest davon überzeugt bin, dass unsere Seele sich sehr bewusst aussucht, wo sie landet… aber das ist ein anderes Thema.)
Und dann kam letzte Woche.
Und ich habe etwas gemerkt, was irgendwie banal klingt – aber für mich wichtig war:
Still sein ist nicht schlimm. Wirklich nicht.
Manchmal ist es genau richtig. Aber.
Und das ist dieses kleine, entscheidende Aber:
Wenn du etwas weißt, das anderen helfen kann –
wenn du Dinge verstanden hast, die jemandem das Leben leichter machen können –
dann ist es irgendwann zu schade, es für dich zu behalten.
Und genau da hat es Klick gemacht.
Ich muss nicht die Lauteste im Raum sein, ich muss keine große Show machen. Aber ich darf anfangen, das, was ich weiß, auch wirklich rauszugeben.
Ohne diesen Gedanken im Kopf:
„Das wissen doch bestimmt alle schon.“
Also.
Mission Mai.
Du hörst von mir.
Zwei wunderbare Öl-Dates warten auf dich.
Ein Online-Workshop.
Und Gespräche, in denen ich genau das teile, was ich so lange für selbstverständlich gehalten habe.
Denn ganz ehrlich?
Noch längst nicht jeder weiß,
was Lebensmittel basisch oder sauer macht,
wie man Spannungen im Nacken natürlich lösen kann
oder wie man seinen Körper im Alltag wirklich unterstützt.
Und diesmal denke ich mir nicht mehr:
„Das wissen doch eh alle.“
Sondern:
Dann wird es Zeit, dass sie es erfahren.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Erkenntnis:
Du musst nicht die Lauteste sein.
Aber du darfst die sein,
die etwas zu sagen hat –
und es auch tut.
Lust auf ein Date?
Im Mai und Juni treffen wir uns gleich 2x .
Ganz unverbindlich, einfach auf eine nette Runde mit meinem Wissen über basisches Essen, über die Öle und warum verdammt noch einmal jeder es probieren sollte.
(Spaß)
Lust dabei zu sein?
Und weil ich mir diese Woche selbst versprochen habe, nicht mehr still zu sein mit dem, was mir gut tut…
teile ich jetzt einfach mal mein aktuelles Lieblingsrezept.
Und ganz ehrlich?
Es ist so unfassbar cremig, so lecker und fühlt sich dabei auch noch richtig gut an, dass ich es dir einfach nicht vorenthalten kann.
Edamame-Nudeln mit Avocado-Mandelcreme & Ofentomaten
Zutaten (für 2 Personen)
Edamame-Nudeln
1 reife Avocado
2 EL Mandelmus
Saft einer Zitrone
1 Tropfen Wild Orange (ätherisches Öl, optional – aber wirklich next level)
frischer Basilikum
frische Petersilie
Salz & Pfeffer
Pinienkerne
Für die Ofentomaten:
Cherrytomaten
1–2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Zubereitung
Die Tomaten halbieren, mit fein gehacktem Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen und bei ca. 180 Grad in den Ofen geben, bis sie weich sind und anfangen zu karamellisieren.
Währenddessen die Edamame-Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
Für die Creme: Avocado, Mandelmus, Zitronensaft, Kräuter, Salz, Pfeffer und den Tropfen Wild Orange in einen Mixer geben und zu einer richtig cremigen, fast schon frech leckeren Sauce pürieren.
(Und ja, du wirst wahrscheinlich kurz den Löffel reinhalten. Ist erlaubt.)
Anrichten
Nudeln mit der Avocado-Creme vermengen, die warmen Ofentomaten darauf geben und mit gerösteten Pinienkernen toppen.
Und dann… einfach genießen.
„Dein Wissen wird nicht wertvoller, wenn du es behältst – sondern wenn du es teilst.“