Alles steht Kopf – nur nicht immer wegen dir
Kopf runter, Gras essen, keine Termine, keine Erwartungen, keine Interpretationen darüber, was das andere Schaf gerade denkt.
Ich musste lachen, weil ich dachte: Die haben es eigentlich ziemlich richtig verstanden.
Ich saß im Auto, Sonnenbrille endlich auf der Nase, das Fenster einen kleinen Spalt geöffnet. Diese erste Frühlingsluft, die gleichzeitig noch kühl ist und trotzdem schon nach Sonne riecht. Die Felder südlich von Berlin waren so grün, dass es fast ein bisschen übertrieben wirkte, als hätte jemand den Farbregler hochgedreht. Links von der Straße standen diese Schafe auf der Wiese, völlig entspannt, während ich durch die Landschaft fuhr und mein Kopf – wie so oft – schon wieder viel zu viel arbeitete.
Und genau da kam dieser Moment.
So ein richtiger Wink mit dem Zaunpfahl.
Ein paar Stunden vorher saß ich noch bei uns im Hotel in einem Coaching. Es ging um Kommunikation, Wahrnehmung und vor allem um Gedanken. Um diese riesige Welt, die zwischen Menschen passiert, ohne dass sie jemals ausgesprochen wird. Unsere Trainerin zeigte uns einen kurzen Trailer aus dem Film Alles steht Kopf. Eine Familie sitzt gemeinsam am Tisch. Von außen betrachtet wirkt alles völlig normal. Man redet miteinander, jemand stellt eine Frage, jemand antwortet.
Doch gleichzeitig sieht man, was in den Köpfen passiert. Gefühle diskutieren, Gedanken interpretieren jede Kleinigkeit, Erinnerungen funken dazwischen. Und plötzlich wird klar: Jeder erlebt dieselbe Situation – und trotzdem läuft in jedem Kopf ein komplett anderer Film.
Ich saß da und dachte nur:
Ach herrje.
Das ist ja genau unser Alltag.
Denn wenn ich ehrlich bin, ist mein Kopf manchmal wie ein kleines Bridget-Jones-Notizbuch voller Interpretationen. Jemand reagiert nicht so begeistert, wie ich es erwartet hätte – und sofort beginnt mein Gehirn Geschichten zu schreiben. Habe ich etwas falsch gesagt? War meine Idee nicht gut? Habe ich die Stimmung falsch eingeschätzt?
Und plötzlich dreht sich alles – wie durch Zauberhand – um mich.
Während ich also durch diese Landschaft fahre, vorbei an Feldern und Schafen, wird mir plötzlich klar: Wie egoistisch ist das eigentlich? Nicht im bösen Sinne. Aber irgendwie doch. Warum glaube ich automatisch, dass jede Reaktion eines anderen Menschen etwas mit mir zu tun haben muss?
Ein paar Tage vorher habe ich jemandem ein Geschenk gemacht. Kennst du das, wenn man etwas entdeckt und sofort weiß: Das passt perfekt zu dieser Person. Genau so war es. Ich habe mich richtig darauf gefreut, es zu überreichen. Natürlich hatte ich in meinem Kopf auch schon eine kleine Szene vorbereitet, wie die Person reagieren wird. Vielleicht überrascht. Vielleicht begeistert. Vielleicht dieses große Strahlen.
Dann kam der Moment.
Ich überreiche das Geschenk.
Und die Reaktion war… sagen wir… zurückhaltend. Nicht unfreundlich. Nicht negativ. Aber auch nicht dieses große Strahlen, das ich erwartet hatte. Und mein Kopf begann sofort loszurattern. Vielleicht gefällt es gar nicht. Vielleicht war es unpassend. Vielleicht war es eine blöde Idee.
Während ich also innerlich mein eigenes kleines Drama aufführe, wird mir auf dieser Autofahrt plötzlich klar: Vielleicht hat sich die Person innerlich einfach gefreut. Vielleicht war sie überrascht. Vielleicht war sie müde. Vielleicht zeigt sie Freude einfach anders.
Die Wahrheit ist:
Ich weiß es nicht.
Und genau das ist der Punkt.
Wir wissen so selten wirklich, was im Kopf des anderen passiert. Trotzdem interpretieren wir, bewerten, bauen Geschichten daraus – und manchmal fühlen wir uns sogar verletzt von Dingen, die vielleicht gar nicht existieren.
Während ich weiter über die Landstraße fahre, denke ich plötzlich noch an etwas anderes. Dieses Thema taucht nämlich nicht nur bei Geschenken auf. Es taucht überall auf. Auch im Job. Gerade wenn neue Menschen ins Team kommen und mit frischen Ideen auftauchen. Mit diesem Funkeln im Blick, das sagt: „Ich habe da einen Gedanken.“
Und wie schnell passiert es dann, dass jemand sagt:
„Ja, die Idee hatten wir auch schon mal.“
Zack.
Idee ausgebremst.
Dabei will ich das eigentlich gar nicht sein. Ideen brauchen Raum. Sie brauchen Luft. Sie brauchen Menschen, die sagen: „Erzähl mal weiter.“ Denn vielleicht funktioniert sie diesmal. Vielleicht entsteht daraus etwas völlig Neues. Vielleicht ist sie genau der Impuls, der eine Sache plötzlich in Bewegung bringt.
Während ich also weiter durch dieses Grün fahre, wird mir klar: Wir sitzen alle am selben Tisch – so wie in diesem Film. Aber in jedem Kopf läuft ein anderer Film. Der eine denkt über ein Gespräch von gestern nach. Der andere über eine Sorge, die er niemandem erzählt hat. Der nächste ist vielleicht einfach nur müde.
Und während wir versuchen, Reaktionen zu deuten, interpretieren wir Dinge, die vielleicht gar nichts mit uns zu tun haben.
Das hat etwas unglaublich Befreiendes.
Vielleicht dürfen wir einfach mehr Dinge tun, ohne sofort auf die Reaktion zu warten. Einfach schenken. Einfach Ideen teilen. Einfach ausprobieren. Ohne zu analysieren, ob der andere jetzt begeistert genug reagiert hat.
Mein Credo war eigentlich schon immer: Einfach mal machen.
Diese Woche habe ich verstanden, dass noch etwas dazugehört:
Einfach mal machen – ohne die Gedanken der anderen kontrollieren zu wollen.
Denn wir stecken nicht in den Köpfen der anderen Menschen.
Und vielleicht ist genau das die größte Freiheit.
Nicht jede Reaktion hat etwas mit dir zu tun.
Aber jede Entscheidung, trotzdem weiterzugehen, hat alles mit dir zu tun.
Kleine
Rituale
Auch bei den Ölen ist es nämlich ein bisschen so wie mit Ideen, mit Geschenken oder mit Gedanken: Man darf es einfach mal ausprobieren.
Bevor ich in dieses Coaching gegangen bin, habe ich schon gespürt, dass heute ein besonderer Tag wird. Es lag – nennen wir es mal – ein unausgesprochenes Thema im Raum. So eine Stimmung, die man nicht greifen kann, aber doch fühlt. Etwas, das Raum brauchte. Ehrlichkeit vielleicht. Mut. Offenheit.
Und genau für solche Momente habe ich inzwischen ein kleines Ritual.
Bevor ich in Gespräche gehe, von denen ich weiß, dass sie emotional sein können oder dass sie mich fordern werden, nehme ich mir kurz Zeit.
Zwei Minuten. Einmal tief durchatmen. Mich sortieren. Und dann unterstütze ich mich mit meinen Ölen.
An diesem Tag waren es ganz bewusst vier Begleiter.
Adaptive – für den Mut.
Für dieses Gefühl von innerer Stabilität, wenn man weiß, heute darf man ehrlich sein.
Citrus Bliss – für positive Energie.
Damit Leichtigkeit im Raum bleibt, auch wenn Themen vielleicht schwer wirken.
Weihrauch – für den inneren Ausgleich.
Der Klassiker, der mich immer wieder zurück zu mir bringt.
Und über den Tag verteilt hatte ich Wild Orange im Wasser.
Einfach ein paar Tropfen in die Flasche – und schon fühlt sich der Tag ein bisschen heller an.
Für mich ist das keine Zauberei.
Aber es ist Unterstützung.
So wie ein guter Gedanke.
So wie ein tiefer Atemzug.
So wie dieser Moment im Auto, als ich an den Schafen vorbeigefahren bin.
Die Öle erinnern mich daran, bei mir zu bleiben.
Wenn du also auch manchmal spürst, dass du emotionalen Support brauchst – vor einem Gespräch, einem Coaching, einem wichtigen Termin oder einfach in einer Phase, in der dein Kopf viel arbeitet – dann können die Öle eine unglaublich schöne Unterstützung sein.
Ich kann es wirklich nur empfehlen:
Probier es einfach mal aus.
Nicht darüber nachdenken, nicht zerdenken.
Einfach mal testen, fühlen, erleben.
Und wenn du neugierig bist oder wissen möchtest, welche Öle zu deiner Situation passen könnten, dann schreib mir einfach.
Manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls –
und plötzlich steht im Kopf wieder alles genau richtig. 🌿
„Die Gedanken anderer gehören nicht dir.
Aber dein Mut, deine Klarheit und deine Haltung – die schon.“