Darf ich vorstellen – meine Luxus-Nichtigkeiten
Das neue Jahr ist angebrochen.
Und ich sitze hier – mit einer leisen winterlichen Erkältung – in meinem warmen Wohnzimmer. Draußen fallen dicke, weiße Flocken und bleiben wie in Zeitlupe auf unserem Weihnachtsbaum liegen, als hätte jemand beschlossen, dass das Leben kurz vor dem Neustart noch einmal langsamer werden darf.
Das alte durfte gehen.
Das neue darf kommen.
Und eigentlich bin ich glücklich. Wirklich.
Nicht dieses laute, nach außen getragene Glück, sondern dieses ruhige, warme Gefühl von Ich bin genau richtig hier.
Und trotzdem ist mein Kopf voll.
Nicht voll mit echten Problemen.
Voll mit Luxus-Nichtigkeiten.
1000 Ideen, die gleichzeitig anklopfen.
Ein Buch, das gelesen werden will.
Ein Fach, das endlich Ordnung braucht.
Ein Kleiderschrank, der seit Wochen so tut, als wäre er unschuldig.
Ein Zimmer, das „nur mal kurz“ aufgeräumt werden möchte – und wir wissen beide, dass das gelogen ist.
Und da sind diese größeren Gedanken.
Die, die raus wollen. In die Sichtbarkeit. In die Welt.
Und jedes Mal, wenn ich sie denke, kommt direkt dieser zweite Gedanke hinterher:
Verdammt. Es liegt nicht an der Idee. Es liegt an der Umsetzung.
Vielleicht kennst du genau diesen Zustand.
Wenn du eigentlich weißt, dass alles gut ist – und es sich trotzdem schwer anfühlt.
Nicht, weil etwas fehlt. Sondern weil zu viel gleichzeitig da ist.
Dann kam der 31.12.
Wir fahren seit Jahren nach Magdeburg zu meinen Eltern. Tradition. Heimatgefühl. Ankommen.
Auf der Fahrt lief ein Podcast (von Maxim Makewich – ich verlinke ihn dir).
Alles war vorbereitet auf einen schönen Jahresabschluss.
Und innerlich?
War ich… nicht ich.
Ich weiß bis heute nicht genau, warum.
Aber ich war schlecht drauf. So richtig.
Diese Art von Stimmung, die sich über alles legt wie ein grauer Film – und du selbst stehst daneben und denkst: Tina… ernsthaft jetzt?
Alles hat mich genervt.
Die Zahl auf der Waage war zu hoch.
Der Kleiderschrank war immer noch unordentlich.
Der Blogartikel noch nicht geschrieben.
Das viele Essen, das noch gekocht werden wollte, fühlte sich plötzlich an wie eine Zumutung.
Und das Absurde:
Aus der Metaebene betrachtet waren das keine Probleme. Nicht einmal Herausforderungen.
Das waren Luxus-Nichtigkeiten.
Und genau das macht sie manchmal so gefährlich.
Weil man sich selbst dabei erwischt, wie man denkt: Du müsstest doch eigentlich dankbar sein.
Mein Mann musste es aushalten. Ich auch.
Und ich kenne mich so nicht. Es fühlte sich an, als hätte jemand kurz eine Version von mir eingeschaltet, die mit Leichtigkeit nichts zu tun hat.
Ich stand im Bad, sah mich im Spiegel an und sagte laut:
„Ich weiß nicht, woher dieses Gefühl kommt. Ich weiß nicht, warum es da ist. Ich weiß nicht, was es mir sagen will. Aber egal, wie sehr ich dagegen ankämpfe – es geht nicht weg.“
Also Stufe zwei: akzeptieren.
Mein Mann sagte nur: „Komm. Wir gehen schwimmen.“
Genervter Blick. Roter Badeanzug in die Tasche. Handtuch geschnappt. Los.
Und natürlich – natürlich! – war dann vor Ort nicht die Bahn frei, die online angekündigt war.
Noch mehr genervt.
Als würden zwei Engel auf meinen Schultern sitzen.
Der eine flüstert: „Es ist wirklich nicht schlimm.“
Der andere: „Doch. Alles ist schlimm.“
Und mittendrin: Negitina.
Mein Mann machte das einzig Richtige.
Er diskutierte nicht.
Er hielt mich aus.
Er nahm mich in den Arm.
Ich schwamm.Nicht schön. Nicht schnell. Meter für Meter.
Und mit jedem Abstoßen vom Beckenrand wurde es ein kleines bisschen leiser in mir.
Ich dachte über alles nach – über die Waage, über Selbstoptimierung, über Druck, über all die Ideen, die ich liebe und die mich manchmal gleichzeitig erdrücken.
Nach 50 Minuten war klar:
Heute gibt es keine große Erkenntnis. Kein Aha. Kein Reset-Knopf.
Aber ich hatte 50 Minuten lang alles bewegt, was mich festgehalten hatte.
Zuhause war ich müde. Leer. Weich.
Legte mich hin, bevor es später ins Silvesterkleid ging.
Und das war vielleicht die wichtigste Entscheidung an diesem Tag: mich nicht zu zwingen, schon wieder „besser“ zu sein.
Später im Auto, dieser Podcast, diese Sätze, die plötzlich genau richtig saßen.
Und mir wurde klar:
Ich teile oft die Posititina-Momente.
Weil sie echt sind. Weil sie überwiegen. Weil ich sie liebe.
Aber es gibt auch diese anderen Tage.
Spirituell betrachtet war das an diesem Tag nicht „ich“.
Es war Wut. Traurigkeit. Überforderung – verkleidet als Genervtheit.
Eine Version von mir, die nicht meine Werte ist, aber trotzdem zu mir gehört.
Vielleicht kennst du das auch.
Vielleicht hast du auch solche Luxus-Nichtigkeiten, die sich manchmal größer anfühlen, als sie eigentlich sind.
Und vielleicht ist die Lösung nicht, sie wegzudrücken.
Sondern sie liebevoll anzusehen und zu sagen:
„Okay. Auch das darf da sein.“
Denn manchmal ist genau das der Moment, in dem sich etwas löst.
Unterstützung durch öle
Und weißt du, was mir an diesem Tag zusätzlich geholfen hat – ganz leise, ganz nebenbei?
Meine ätherischen Öle.
Nicht als Lösung.
Nicht als „Jetzt ist alles wieder gut“-Schalter.
Sondern als Begleiter durch diesen Zustand.
Ich habe sie nicht analysiert, nicht dosiert, nicht perfekt eingesetzt.
Ich habe sie aufgesaugt – innerlich, äußerlich, aromatisch.
Weihrauch, wenn alles zu viel wurde und ich wieder bei mir ankommen wollte.
Ein Tropfen in die Handflächen, tief einatmen. Erdung. Ruhe.
Dieses Gefühl von Ich bin gehalten, auch wenn es gerade wackelt.
Wild Orange, wenn mein Kopf sich festgefahren hat.
Ein Duft, der sofort Licht reinbringt, ohne laut zu sein.
Nicht fröhlich auf Knopfdruck – sondern sanft erinnernd daran, dass Leichtigkeit existiert.
Und Adaptive, als mein Nervensystem einfach „Nein danke“ gesagt hat.
Abends, auf die Fußsohlen.
Nicht, um etwas wegzumachen – sondern um den Tag zu schließen.
Diese drei haben mich nicht verändert.
Sie haben mich bei mir gehalten.
Und genau deshalb sage ich das so klar:
Wenn du dich öfter in solchen Zuständen wiederfindest – überreizt, genervt, innerlich voll –
dann gehören diese Öle für mich in jedes Zuhause. Nicht als Wundermittel, sondern als Werkzeuge für Selbstregulation.
Am 11.01. öffne ich für einen einzigen Abend einen Raum.
Ich zeige dir,
wie ich mit basischem Essen und ätherischen Ölen meine ganz eigene Routine gefunden habe –
ohne Dogma, ohne Perfektion, ohne Leistungsdruck.
Es geht um:
Alltagstaugliche Ernährung, die nicht stresst
Nervensystem & Essen – was wirklich hilft, wenn innerlich alles voll ist
kleine Rituale, die bleiben dürfen, weil sie sich gut anfühlen
Dieser Abend ist kein Muss.
Aber er ist eine Einladung.
Für dich, wenn du spürst:
Ich will mir wieder näher kommen.
Ich will verstehen, was mir guttut.
Ich will mir selbst etwas Gutes tun – jetzt.
👉 Die Plätze sind bewusst begrenzt.
Wenn du dabei sein möchtest, melde dich gern über den Link an.
Rote Beete Carpaccio
Manchmal braucht es kein großes Menü, sondern ein Gericht, das genau das widerspiegelt, was innen gerade passiert:
klar, frisch, ein bisschen besonders – aber nicht kompliziert.
An diesem Abend gab es:
Rote-Beete-Zucchini-Carpaccio mit Thunfisch-Tataki
und Feldsalat in Orangensaft-Vinaigrette
Die Rote Beete hauchdünn geschnitten,
Zucchini roh, frisch und leicht gesalzen.
Dazu kurz angebratener Thunfisch – außen warm, innen roh,
genau diese Balance aus Halt und Leichtigkeit.
Der Feldsalat wurde nur mit frisch gepresstem Orangensaft,
etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer angemacht,
oben drauf gerösteter Sesam für den Crunch
und – wer mag – ein Hauch Wild Orange kurz vor dem Servieren.
Ein Gericht, das nicht beschwert,
sondern wieder ins Spüren bringt.
„Gefühle verschwinden nicht, weil wir sie wegdrücken.
Sie lösen sich, wenn wir aufhören, gegen sie zu kämpfen.“