Eine Woche wie ein Film. Nur ohne Drehbuch.

Stell dir vor, der Film beginnt nicht mit dramatischer Musik, sondern mit diesem leicht hektischen Supermarkt-Summen. Einkaufswagen quietschen. Eine Durchsage knistert. Es ist 17:43 Uhr, die Schlange reicht bis zur Tiefkühlpizza, und eine Mutter steht an Kasse drei. Sie ist mindestens 30 Minuten zu spät, am Abend kommen die Eltern zu Besuch, die Wohnung sieht aus wie „kreatives Wohnkonzept mit Bodenhaltung“, und dann passiert es.

Das Kind wirft sich auf den Boden. Es schreit. Es weint. Es verhandelt nicht.

Und während alle betreten auf ihre Handys starren, denkt die Mutter vermutlich nur: Wirklich jetzt?
Rückblickend auf meine Woche kann ich sagen:

Ich war das Kind.

Es war eine dieser Wochen, die man entweder „verhext“ nennt oder „pädagogisch wertvoll“. Ob es an Freitag dem 13. lag, an kosmischen Konstellationen oder einfach daran, dass mein Zyklus beschlossen hat, selbst Regie zu führen — ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass ich normalerweise ziemlich klar bin in dem, was ich tue.

Mein Alltag besteht darin, Menschen zu beraten. Im 360° plane ich für Teams Erlebnisse, die bleiben. Ich sehe sie förmlich vor mir: morgens mit SUPs auf dem See, mittags konzentriert in Meetings, abends am Lagerfeuer mit einem Gin Tonic in der Hand und Gesprächen, die sich anhören, als hätten Pinky und Brain endlich den Masterplan zur Weltherrschaft entwickelt. Und ich liebe das. Wirklich. Ohne Augenzwinkern.

Ich liebe es, so detailliert zu planen, dass ich – leicht übertrieben, aber nur leicht – die Schlüppifarbe des DJs kennen könnte. Man spürt, ob es eher Aperol-Ladys oder Beer-Boys sind. Man liest zwischen den Zeilen, hört genau hin, stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Manchmal sage ich: Würden wir bei der Beratung einen Wein neben dem Laptop stellen und eine rot-weiß karierte Tischdecke unterlegen, könnten wir genauso gut beim Italiener sitzen. So viel erfährt man, wenn man richtig zuhört.

Und dann kommt sie.
Die E-Mail. Storno.

Nicht, weil ich nicht weiß, dass es andere großartige Locations gibt. Natürlich gibt es die. Aber mein Bauchgefühl? Das hatte ich doch. Ich hatte dieses junge Team schon auf dem See gesehen, mit Augenpatches am Frühstücksbuffet, weil sie sich wie zu Hause fühlen. Ich hatte sie lachen hören. Ich hatte das I-Tüpfelchen schon mit dem Team gebrieft, dieses Detail, mit dem keiner rechnet und das am Ende alle erzählen.

Und plötzlich war da nur noch eine Absage.

Es ist normal. Wirklich. Organisationen ändern Pläne. Budgets verschieben sich. Entscheidungen fallen anders. Und trotzdem saß ich da und dachte: Habe ich mich geirrt? Habe ich falsch gefühlt? War mein Gespür diese Woche im Urlaub?

Das war der Moment, in dem ich innerlich im Supermarkt lag.

Gleichzeitig passiert mir das auch in meiner Selbstständigkeit. In Beratungen zu ätherischen Ölen oder basischer Ernährung höre ich Sätze wie: „Brauche ich nicht, ist doch alles Hokuspokus.“ Und im nächsten Atemzug erzählen mir die gleichen Menschen von unruhigen Nächten, Heißhungerattacken oder Dauerstress. Und ich sitze da, lächle und denke: Ich weiß, wie sehr es dir helfen könnte. Lass mich dich begleiten. Lass uns gemeinsam dein Leben ein kleines Stück leichter machen.

Oder beim Wachsen meines Teams. Ich sehe Potenzial in Menschen, sehe Stabilität, sehe Möglichkeiten, die sie selbst noch nicht erkennen. Manchmal passt es. Manchmal nicht. Und letzte Woche hatte ich kurz das Gefühl, ich sehe alles falsch.

Bis ich nach einer intensiven Session mit meinem Tee am Küchentisch saß – leicht verheult, ehrlich gesagt – und es klick machte.

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Es geht nicht darum, immer richtig zu liegen. Es geht darum, hinter dem zu stehen, was man tut. Wenn ich ein Event plane, stehe ich zu hundert Prozent dahinter, weil ich weiß, wie genial der Ort ist, wie stark das Team ist und wie sehr wir hinter jeder Idee stehen – außer vielleicht beim Bau des Turms von Pisa, aber selbst da würden wir vermutlich einen Weg finden.

Und genauso ist es mit meinen Ölen. Mit dieser Form der Ernährung. Mit dem Wissen, das ich weitergebe. Noch nie war es so einfach, sich im Alltag zu unterstützen, Stress nicht nur auszuhalten, sondern ihn abzufedern, ihn anzunehmen und beim nächsten Mal klüger damit umzugehen.

Aber – und das ist wichtig – nicht immer ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Manche kommen Monate später zurück. Manche nie. Und das ist kein Urteil über mich.

Ein Würfel passt nicht durch ein rundes Loch. Egal, wie sehr man drückt. Auch wenn man glaubt, auf der anderen Seite sei das Gras grüner.

Vielleicht passt es einfach gerade nicht. Vielleicht wartet etwas, das noch besser passt. Vielleicht schubst uns das Universum nicht weg, sondern in eine bessere Richtung. Und vielleicht liegt man manchmal im Supermarkt auf dem Boden, nur um später festzustellen, dass genau dieser Moment die eigene Haltung wieder geradegerückt hat.

Diese Woche hat mir gezeigt: Solange ich meinem Wert treu bleibe, solange ich mit Liebe, Begeisterung und echter Hingabe berate, muss ich mich nicht verbiegen. Ich darf zweifeln. Ich darf kurz schreien. Aber ich stehe wieder auf.

Und vielleicht ist genau das der Hauptpreis. Nicht das perfekte Verstehen. Nicht das permanente Richtigliegen. Sondern das echte Erleben – inklusive Chaos, Augenpatches am Frühstücksbuffet und innerem Supermarkt-Moment.

Kamera fährt langsam raus.
Die Mutter hebt ihr Kind vom Boden auf.
Zahlt.
Geht nach Hause.

Und weiß: Morgen ist ein neuer Drehtag.


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— Das Leben
Tina Pantke