Ende Januar. Und jetzt?
Ende Januar ist so ein Moment im Jahr, der fühlt sich ein bisschen an wie…
wenn du nach einer Party am nächsten Morgen aufwachst, noch Glitzer im Gesicht hast – aber deine Motivation irgendwo zwischen Chipskrümeln und einem leeren Glas Cola verschwunden ist.
Das Jahr ist noch jung. Aber irgendwie fühlt es sich für viele schon wieder an, als wäre es vorbei.
Und ja – ich sag’s direkt:
Diese berühmten 80 % Neujahrsvorsätze, die nicht umgesetzt werden?
Hand hoch. Ich war auch schon sehr oft dabei.
Ich habe irgendwann aufgehört, mir diese klassischen „1. Januar – neues Leben“-Vorsätze zu machen. Nicht, weil ich keine Ziele habe. Nicht, weil ich nicht wachsen will. Sondern weil ich gemerkt habe: Vorsätze funktionieren selten. Normalität schon.
Und genau darum geht es heute.
Denn ich will nicht schon wieder schreiben über „So findest du deine neue Routine in fünf Schritten“ oder über zehn Motivationstricks, die sich am Ende doch wieder wie ein zusätzlicher Punkt auf der mentalen To-do-Liste anfühlen. Ganz ehrlich: Wir dürfen einen Schritt weiter gehen. Wir dürfen endlich aufhören, unser Leben wie ein Drei-Wochen-Projekt zu behandeln und anfangen, gesunden Lifestyle wirklich als etwas zu sehen, das nicht „extra“ ist – sondern unser Standard.
Die neue Normalität – und warum wir sie uns selbst schulden
Wir leben in einer Welt, in der wir alles unverbindlich halten. Pläne sind „vielleicht“, Entscheidungen werden verschoben, Ziele werden auf „Montag“ vertagt und währenddessen speichern wir Rezepte, die wir nie kochen werden, kaufen Bücher, die wir nie lesen, melden uns irgendwo an – und melden uns innerlich längst wieder ab.
Dieses „Vielleicht“ ist nicht nur ein Wort. Es ist ein Lebensgefühl. Und es macht müde. Nicht, weil wir zu wenig Zeit haben, sondern weil wir zu selten eine klare Entscheidung treffen:
Das ist mein Leben. Und ich gestalte es.
Und ja – ich sage das so deutlich, weil es mir selbst immer wieder begegnet: Wir alle sind es uns wert.
Es darf normal sein, sich gut zu ernähren, ohne dass es nach Verzicht schmeckt. Es darf normal sein, nach dem Essen einen Spaziergang zu machen, nicht um irgendwas zu „verbrennen“, sondern weil du dich dabei wieder spürst. Es darf normal sein, deinem Körper morgens etwas zu geben, das ihn stärkt, statt ihn direkt mit Stress und Kaffee auf Anschlag zu schalten. Es darf normal sein, Energie zu haben, gut zu schlafen, klar zu denken – und nicht so zu tun, als wäre das Luxus oder Glückssache.
Denn der wahre Luxus ist nicht die schicke Tasche oder das teure Hotel. Der wahre Luxus ist ein Körper, der mit dir arbeitet. Ein Nervensystem, das nicht permanent auf Alarm steht. Schlaf, der dich wirklich regeneriert. Eine Verdauung, die funktioniert. Ein Kopf, der nicht schon mittags so voll ist, als wäre es abends halb elf.
Meine kleine Erkenntnis diese Woche: Neid ist manchmal ein Weckruf
Ich hatte diese Woche so einen Moment, in dem ich gemerkt habe, wie viel Kraft in Ehrlichkeit liegt.
Ich habe einen Workshop gehört mit dem Titel „Verlieb dich ins Verkaufen“. Und ich musste lachen, weil ich mich zu 100 % ertappt gefühlt habe. Ich liebe es zu beraten. Ich liebe es zu empfehlen. Ich liebe es, wenn jemand nach einem Gespräch mit mir plötzlich wieder Mut im Gesicht hat und sich selbst das erste Mal seit Wochen wieder ernst nimmt.
Aber Verkaufen? Das klingt für viele so hart. So nach Druck. Nach Überreden. Nach Manipulation.
Dabei ist Verkaufen – wenn es aus dem Herzen kommt – einfach nur eine Einladung. Und ich selbst kaufe übrigens auch am liebsten bei Menschen, bei denen ich spüre: Die stehen wirklich hinter dem, was sie tun.
In dem Workshop erzählte die Frau dann, dass sie ein Ernährungsbuch geschrieben hat, Bestseller wurde – und dann sagte sie so nebenbei, sie hätte sogar Barbara Schöneberger beraten.
Und ich saß da und dachte wirklich: Wie geil ist das bitte?!
Und dann kam dieser klitzekleine Moment, den ich dir ehrlich sagen muss. Ich war kurz neidisch. Nicht missgünstig. Nicht klein. Sondern so ein Neid, der sich anfühlt wie: „Oh wow… das hätte ich auch gern.“
Und genau in diesem Moment habe ich verstanden: Das ist kein Zeichen von „Ich bin nicht gut genug“.
Das ist ein Zeichen von: Tina, du willst mehr. Also hör auf zu träumen und fang an zu bauen.
i say no
Und noch etwas darf ich heute ganz offen sagen:
Ich werde ab jetzt keine Rezepte mehr einfach so nebenbei kostenlos raushauen – ohne Struktur, ohne Rahmen, ohne Sinn.
Nicht, weil ich euch nichts gönne. Sondern weil wir ehrlich sein müssen:
Die meisten kochen es sowieso nicht nach.
Es wird gespeichert, geliked, weitergescrollt… und zack – weg ist es.
Und du kennst den Satz: Was nichts kostet, ist nichts wert.
Und genau so fühlt es sich manchmal leider auch an.
Also: nö. Das machen wir so nicht mehr.
Wenn ich Rezeptideen teile, dann mit Konzept. Mit Klarheit. Mit Plan. Mit Mehrwert.
Denn ihr habt die Chance, auf verschiedenen Wegen so unfassbar viel zu entdecken – und zwar richtig. Nicht halb. Nicht „mal sehen“. Sondern für alle, die es jetzt wirklich ernst meinen.
SATT-METHODE
Sei dabei und entdecke meine neue SATT-Methode.
Für mich eine Erkenntnis, die ich so einfach runtergebrochen habe, dass sie nicht einfach, sondern einfacher zu verstehen ist.
„Sobald du beginnst, Grenzen zu setzen, beginnt das Leben dich ernst zu nehmen.“