Nicht jeder Rat ist auch für dich gemacht

Es gibt diese Tage, an denen eigentlich alles stimmt.

Man wacht auf, öffnet das Fenster und hört das Meer. Der Kaffee schmeckt irgendwie besser als zu Hause, weil man ihn nicht zwischen zwei Terminen trinkt, sondern einfach nur, weil man gerade Lust darauf hat. Niemand wartet auf eine E-Mail. Niemand möchte "nur mal ganz kurz" etwas wissen. Selbst die Uhr scheint im Urlaub langsamer zu ticken.

Genau so begann unsere Woche auf Rügen.

Florian und ich hatten einen Präventionsurlaub gebucht. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor ein paar Monaten gar nicht, dass es so etwas gibt. Die Krankenkassen unterstützen tatsächlich Aufenthalte, bei denen man Gesundheitskurse besucht. Yoga, Krafttraining, Entspannung – all das, wofür man sich im Alltag so oft vornimmt, endlich einmal Zeit zu haben.
( Link dazu unter meinem Beitrag)

Für mich war das die perfekte Kombination. Nicht nur, weil ich Yoga schon seit einiger Zeit liebe, sondern weil ich mir insgeheim schon lange gewünscht hatte, dass Florian einmal mitkommt. Diesmal war es so weit.

Ich hatte mich wirklich darauf gefreut.

Vielleicht auch, weil die Wochen davor einfach anstrengend gewesen waren. Viel Arbeit, viele Projekte, wenig Schlaf und dieses Gefühl, ständig noch an tausend Dinge denken zu müssen. Mein Körper reagiert auf so etwas inzwischen ziemlich zuverlässig. Andere bekommen Kopfschmerzen. Ich bekomme vier Kilo.

Und nein, vier Kilo verändern kein Leben.

Aber manchmal verändern sie den Blick auf sich selbst.

Zumindest, wenn man so eine Vorgeschichte hat wie ich.

Ich glaube, Menschen, die nie mit ihrem Gewicht gehadert haben, können schwer nachvollziehen, wie laut dieses Thema manchmal im eigenen Kopf werden kann. Es ist nicht so ( zumindest nicht immer), dass ich morgens aufwache und als Erstes an Kalorien denke.
Aber dieses Thema läuft seit vielen Jahren irgendwo leise mit. Mal weiter hinten, mal direkt in der ersten Reihe.

Dabei habe ich wirklich ein wunderschönes Leben. Ich bin in einer liebevollen Familie groß geworden, hatte Freunde, die bis heute an meiner Seite sind, habe einen Mann geheiratet, der mich zum Lachen bringt, selbst wenn ich eigentlich beleidigt sein möchte, und ich darf heute einen Beruf machen, der mich erfüllt.

Und trotzdem gab es diese andere Geschichte.

Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Diäten ich ausprobiert habe. Wahrscheinlich müsste ich dafür einen eigenen Blog schreiben. Low Carb. Punkte zählen. Fettarm. Möglichst nichts essen. Möglichst nur noch dieses oder jenes essen. Es gab Phasen, in denen ich Fettblocker genommen habe, weil ich ernsthaft dachte, sie würden mein Leben verändern. Ich habe Abführtabletten geschluckt und meinem Körper Dinge zugemutet, bei denen ich heute nur noch den Kopf schütteln kann. Es gab sogar Zeiten, in denen ich Essen wieder hochgeholt habe.

Wenn ich das heute schreibe, tut mir diese junge Tina einfach unendlich leid.

Sie hat einfach versucht, endlich die Frau zu werden, von der sie glaubte, sie sein zu müssen.

Heute weiß ich, dass mein Körper nie mein Gegner war. Damals wusste ich das nicht.

Vielleicht bin ich genau deshalb irgendwann bei der basischen Ernährung gelandet. Nicht, weil sie zaubern kann. Sondern weil sie das erste Mal etwas in mein Leben gebracht hat, das nichts mit Verzicht zu tun hatte. Es ging plötzlich nicht mehr darum, gegen meinen Körper zu kämpfen, sondern ihn zu unterstützen. Irgendwann kamen die ätherischen Öle dazu, neue Gewohnheiten, kleine Routinen und vor allem die Erkenntnis, dass Veränderung unglaublich langweilig aussieht. Sie passiert nämlich nicht in vierzehn Tagen. Sondern in tausend kleinen Entscheidungen.

Und trotzdem...

...reichte an diesem Morgen eine einzige Begegnung aus, um all diese Gedanken wieder hervorzuholen.

Unsere Yogalehrerin betrat den Raum und ich musste sofort schmunzeln.

Kennt ihr diese Menschen, denen man ihren Beruf einfach ansieht? Sie hatte so eine wunderbare Leichtigkeit. Nicht aufgesetzt. Nicht geschniegelt. Sondern ganz selbstverständlich. Als würde ihr Körper nie darüber nachdenken müssen, wie er aussieht. Wahrscheinlich tat er das auch nicht.

Ich mochte sie auf Anhieb.

Wirklich.

Sie war herzlich, lustig und hatte diese angenehme Art, bei der man sofort entspannter wird.

Eigentlich.

Denn während sie vorne stand und erklärte, wie wichtig es sei, liebevoll mit dem eigenen Körper umzugehen, hatte mein Gehirn längst beschlossen, dass wir beide uns jetzt vergleichen müssen.

Mein Gehirn ist in solchen Dingen erstaunlich fleißig.

Es braucht ungefähr zwölf Sekunden.

Dann fängt es an.

"Schau mal, wie flach ihr Bauch ist."

"Bei ihr sieht jede Bewegung leicht aus."

"Warum sieht das bei dir eigentlich nie so aus?"

Ich saß auf meiner Yogamatte und musste innerlich lachen, weil ich genau wusste, was da gerade passierte. Gleichzeitig fand ich es unglaublich anstrengend. Da fährt man ans Meer, gönnt sich eine Auszeit, macht Yoga und denkt am Ende nicht darüber nach, wie gut einem die Stunde getan hat, sondern darüber, dass die eigene Sporthose und der Bauch offenbar unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie viel Platz im herabschauenden Hund eigentlich nötig ist.

Und als wäre das nicht schon absurd genug, fiel mir plötzlich auch noch ein, dass ich ein paar Tage vorher natürlich wieder Milchgeister gekauft hatte.

Falls ihr sie nicht kennt, beneide ich euch.

Wirklich.

Es gibt Menschen, die verlieren bei Schokolade die Kontrolle. Andere bei Chips. Ich könnte an beidem problemlos vorbeigehen. Aber Milchgeister? Diese kleinen weißen Dinger haben offenbar einen persönlichen Vertrag mit meinem Gehirn abgeschlossen. Ich kaufe sie mit dem festen Vorsatz, nur zwei oder drei zu essen, und ungefähr zehn Minuten später frage ich mich, wer diese Tüte eigentlich leer gegessen hat.

Ich selbst kann es natürlich nicht gewesen sein.

Sagt zumindest mein innerer Anwalt.

Nach der Yogastunde hätte ich diese Gedanken wirklich gern dort gelassen. Einfach zusammengerollt mit der Matte in die Ecke gestellt. Stattdessen liefen sie den ganzen Tag neben mir her. Beim Frühstück. Beim Spaziergang. Beim Blick aufs Meer. Sie waren wie ein Radiosender, den man nicht ganz ausgeschaltet bekommt.

Am Abend fragte Florian dann ganz spontan: "Wollen wir nach Sellin fahren? Bosse spielt heute an der Seebrücke."

Manchmal sind die schönsten Abende genau die, die man nicht geplant hat.

Also saßen wir wenig später an der Seebrücke. Die Sonne tauchte das Wasser langsam in dieses warme Gold, das man fotografieren möchte und von dem man hinterher trotzdem weiß, dass kein Bild jemals zeigen wird, wie es wirklich aussah. Überall saßen Menschen mit einem Getränk in der Hand, irgendwo lachte jemand und plötzlich war dieses typische Urlaubsgefühl da, das man sich immer mit nach Hause nehmen möchte und nie eingepackt bekommt.

Dann spielte Bosse Die schönste Zeit.

Und während ich dort stand, passierte etwas, das mich im Nachhinein fast mehr berührt als das Konzert selbst.

Meine Gedanken wurden leise.

Nicht, weil plötzlich alles gelöst gewesen wäre.

Nicht, weil die Kilo verschwunden wären. ( schön wäre es)

Nicht, weil ich auf einmal aussah wie unsere Yogalehrerin.

Sondern weil das Leben in diesem Moment einfach größer war.

Größer als mein Bauch. Größer als mein Vergleich.
Florian legte irgendwann den Arm um mich und sagte ganz leise:

"Tina... du bist doch wirklich gut, so wie du bist."

Vielleicht suchen wir deshalb manchmal die falschen Vorbilder.
Nicht, weil diese Menschen etwas falsch machen. Sondern weil wir glauben, wir müssten ihre Geschichte leben, obwohl wir unsere eigene längst geschrieben haben.

Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Freiheit.

Nicht irgendwann den perfekten Körper zu haben.

Sondern irgendwann an einer Seebrücke zu stehen, den Menschen zu lieben, der den Arm um einen legt, ein Lied zu hören, das für immer mit diesem Abend verbunden sein wird, und plötzlich zu merken, dass das Leben gerade viel zu schön ist, um es mit Vergleichen zu verbringen.

Seit diesem Abend denke ich übrigens manchmal an unsere Yogalehrerin und muss lächeln.

Nicht über sie.

Über mich.

Und darüber, wie unglaublich überzeugend unser eigener Kopf manchmal Geschichten erzählen kann.

Zum Glück erzählt das Leben oft die schöneren.


Ozempic-Salat

Neulich bin ich über den sogenannten "Ozempic-Salat" gestolpert. Angeblich der Salat, der gerade überall auf Social Media gefeiert wird. Natürlich konnte ich nicht anders und musste ihn direkt ausprobieren.

Was soll ich sagen?

Fotogen ist er definitiv nicht. 😅

So klein geschnippelt, dass er eher aussieht wie einmal kräftig durchgerührt.

Aber Leute... der Geschmack!

Für einen Nackpo

Knackiger Sommer-Crunch mit Zitronen-Dressing

Für 2 Personen

Basis

  • 1 Mini-Romanasalat

  • ½ Eisbergsalat

  • 1 Gurke

  • 2 Stangen Staudensellerie

  • 4 Radieschen

  • ½ Fenchel (macht ihn unglaublich frisch)

  • ½ Avocado

Protein

  • 200 g Hähnchenbrust oder

  • Halloumi aus der Pfanne oder

  • gerösteter Tofu

Crunch

  • 2 EL Kürbiskerne

  • 1 EL Sonnenblumenkerne

  • etwas frische Minze

  • viel Petersilie

Zitronen-Dressing

  • Saft einer Zitrone

  • 3 EL Olivenöl

  • 1 TL Dijon-Senf

  • Salz

  • Pfeffer

  • optional 1 TL Honig

  • 2 Tropfen dōTERRA Grapefruit (absolutes Highlight)

Alles schütteln.

Über den Salat.

Fertig.

Mein Gamechanger

Ganz ehrlich?

Ich schneide wirklich alles mini klein.

Kennt ihr diese riesigen Salatblätter, die einem beim Essen halb durchs Gesicht hängen?

Nein danke.


Meine stärkste Urlaubskombi – die kommt in jeden Koffer.

Ganz ehrlich: Ohne diese vier Begleiter fahre ich inzwischen kaum noch in den Urlaub. Sie machen keinen perfekten Urlaub – aber sie machen meinen definitiv entspannter. 🤍

MetaPWR Advantage (Kollagen)
Für mich jeden Morgen ein Muss. Ich liebe es für eine straffe Haut, kräftige Haare und einfach als kleine Routine für mich.

MetaPWR Öl
Morgens und mittags ein Tropfen ins Wasser. Für mich der perfekte Start in den Tag – besonders, wenn der Urlaub kulinarisch auch mal etwas großzügiger ausfällt. 😉

Grapefruitöl
Real Talk: In vielen Restaurants fehlt mir einfach das gewisse Etwas. Ein Tropfen über den Salat und plötzlich schmeckt er frisch, fruchtig und richtig lecker.

Adaptive Roller
Mein absoluter Lieblingsbegleiter. Ob lange Autofahrt, Flug, viele Menschen oder einfach zum Runterkommen am Abend – einmal auf Handgelenke und Nacken auftragen und kurz durchatmen.

Leute… diese vier dürfen bei mir wirklich in keinem Koffer fehlen.

Ein MUSS IM URLAUB UND IM ALLTAG

Unbedingt probieren- meld dich gern bei mir für Fragen!

Der schönste Moment beginnt oft mit einer kleinen Entscheidung für dich selbst.
— Tina
Tina Pantke