Brokkoli zwischen den Boobies

Wisst ihr eigentlich, wie meine Sonntagsblogs entstehen?

Ich werde das tatsächlich öfter gefragt. Manche denken wahrscheinlich, ich sitze sonntags mit einem Kaffee am Laptop und überlege mir irgendein schönes Thema.

Schön wär's.

Die Wahrheit ist: Mein Blog entsteht eigentlich die ganze Woche.

Mein kleines, gefühlt leicht ADHS-angehauchtes Gehirn hat da nämlich so einen eingebauten Sensor. Immer wenn etwas passiert, bei dem ich lachen muss, den Kopf schüttle oder denke: „Das kannst du dir nicht ausdenken...", geht innerlich irgendwo ein kleines Lämpchen an.

Blogidee.

Nicht, weil ich ständig nach Geschichten suche. Sondern weil das Leben sie einfach schreibt.

Und ihr habt mir in den letzten Monaten etwas beigebracht. Immer dann, wenn ich eine Geschichte erzähle und danach Nachrichten bekomme wie „Tina, ich dachte, nur mir geht das so!" oder „Endlich spricht das mal jemand aus!", merke ich wieder, warum ich diese Sonntage so liebe.

Irgendwie verbindet uns das.

Und Leute...

Diese Woche war wirklich wild.

Ich hätte euch wahrscheinlich fünf verschiedene Blogs schreiben können.

Zum Beispiel über mein erstes Mal elektrisch. Nein... nicht das, was ihr gerade denkt. Ich bin zum ersten Mal Tesla gefahren und war ungefähr so begeistert wie ein kleines Kind an Weihnachten.

Oder darüber, wie ich an einer Spüle stand, die ungefähr so viele Knöpfe hatte wie ein Flugzeugcockpit. Ich wollte eigentlich nur Wasser zapfen und habe stattdessen gefühlt die halbe Küche abgespritzt.
Immerhin war sie danach sauber.

Oder über das Gefühl, auf der Arbeit fast verklagt zu werden und dabei festzustellen, dass sich Wachstum manchmal genauso anfühlt wie früher diese fiesen Wachstumsschmerzen in den Beinen. Tut weh, geht vorbei und hinterher merkt man meistens, dass man ein Stück gewachsen ist.

Oder darüber, dass ich früher "Lady in Red" immer wahnsinnig romantisch fand und inzwischen manchmal denke: Moment... ich bin inzwischen wahrscheinlich selbst diese Lady.

Ihr seht...

Die Auswahl war groß.

Und Entscheidungen gehören ohnehin nicht gerade zu meinen größten Talenten.

Fragt mal meinen Mann.

Wir haben gerade zwei Wochen Urlaub und für die zweite Woche bis heute keinen blassen Schimmer, wo wir eigentlich hinfahren.

Das Verrückte ist: Ich könnte mich wahrscheinlich schneller für ein Auto entscheiden als für ein Urlaubsziel. Nicht weil ich so anspruchsvoll bin, sondern weil ich immer denke: Was ist, wenn es irgendwo noch schöner ist?

Zum Glück hat mein Mann irgendwann beschlossen, dass Urlaubsplanung ab sofort zu seinen Kernkompetenzen gehört. Ich liefere Ideen, er trifft Entscheidungen.

Eine Ehe funktioniert eben auch über kluge Arbeitsteilung.

Aber zurück zum Blog.

Ich habe mir also überlegt: Welche Geschichte hat mich diese Woche eigentlich am meisten zum Lachen gebracht?

Und die Antwort kam überraschend einfach.

Regelmäßig treffe ich mich mit Frauen, die selbstständig sind, Unternehmerinnen oder im Network arbeiten. Und ich freue mich jedes Mal auf diese Abende. Nicht einmal nur wegen des Essens oder weil wir meistens irgendwo am Wasser sitzen, sondern weil ich dieses Gefühl liebe, wenn Menschen zusammenkommen, die Lust haben, sich weiterzuentwickeln.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich gehe aus solchen Abenden jedes Mal ein kleines bisschen voller nach Hause.

Nicht voller im Sinne von Essen – obwohl das meistens auch vorkommt. Sondern voller Gedanken. Voller Ideen. Voller Motivation.

Am Anfang läuft das Ganze noch ziemlich gesittet ab. Dann geht es um KI, um Instagram, um Werbung, Zielgruppen, Reels und die Frage, warum manche Videos plötzlich hunderttausende Menschen erreichen und andere irgendwie nur die eigene Mama. Ich finde das wahnsinnig spannend und könnte darüber wirklich stundenlang sprechen.

Und dann passiert etwas, das ich mittlerweile an fast jedem dieser Abende beobachte.

Irgendwann kippt das Gespräch. Ganz unbemerkt.

Plötzlich redet keiner mehr über Algorithmen.

Dann geht es auf einmal um Beziehungen. Um Freundschaften. Um Dinge, die gerade beschäftigen. Um das Leben eben.

Und ich glaube, genau deshalb mag ich diese Treffen so. Weil dort niemand eine Rolle spielt. Es muss keiner besonders erfolgreich sein oder besonders schlau wirken. Irgendwann sitzen da einfach drei oder vier Frauen, die sich ehrlich erzählen, was gerade los ist.

Und wie das unter Frauen nun mal manchmal so ist, landeten wir irgendwann beim Thema Haut.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie wir dort hingekommen sind. Das passiert irgendwie automatisch. Eben sprachst du noch über künstliche Intelligenz und fünf Minuten später diskutierst du darüber, warum plötzlich Falten an Stellen auftauchen, von denen du bis vor Kurzem gar nicht wusstest, dass sie überhaupt Falten bekommen können.

Ich erzählte also, dass ich mir seit ein paar Monaten wirklich Mühe gebe, mehr auf dem Rücken zu schlafen.

Früher war ich überzeugte Seitenschläferin. So richtig schön eingerollt. Wie ein kleines Croissant unter der Bettdecke. Ich habe das geliebt.

Bis ich irgendwann morgens vor dem Spiegel stand und dachte:

"Moment mal... seit wann sind denn da diese kleinen Fältchen zwischen meinen Boobies?"

Ganz ehrlich...

Das sind absolute Luxusprobleme.

Aber sie beschäftigen einen trotzdem.

Und ich finde, genau dafür sind solche Gespräche da. Weil man Dinge einfach mal aussprechen darf, ohne dass jemand mit den Augen rollt. Jeder hat doch diese kleinen Gedanken, über die man sich manchmal selbst kaputtlacht.

Also habe ich natürlich das gemacht, was man heute macht.

Erst ChatGPT gefragt. Dann Google. Dann gefühlt das halbe Internet.

Nach einer Stunde wusste ich alles über Dekolleté-Falten, Spezial-BHs, Silikon-Patches und Cremes, die ungefähr so viel kosten wie ein Wochenendurlaub.

Nur eine wirklich einfache Lösung hatte ich immer noch nicht gefunden.

Und genau in diesem Moment sagt eine von uns – wirklich völlig selbstverständlich:

"Ich schlafe einfach mit meinem Brokkoli dazwischen."

Ich schwöre euch...

Wir haben sie erst einmal alle nur angeschaut.

So nach dem Motto:

"Hat sie gerade wirklich Brokkoli gesagt?"

Und mein Kopf?

Der war sofort im Supermarkt.

Ich hatte wirklich einen grünen Brokkoli vor Augen. Zwischen den Brüsten. Unter der Bettdecke.

Ich musste so lachen, dass mir der Bauch wehtat.

Bis sie irgendwann ebenfalls lachen musste und sagte:

„Nein, ihr Verrückten. Brokkoli ist mein Kuscheltier.“

Dieses kleine Stofftier klemmt sie sich einfach zwischen den Boobies, damit alles dort bleibt, wo es ist.

Und ich saß da nur und dachte:

Wie genial ist das denn bitte?

So einfach.

So herrlich unkompliziert.

Und vor allem wieder der Beweis, dass die besten Ideen manchmal nicht aus irgendeinem Ratgeber kommen, sondern aus einem ganz normalen Abend mit Menschen, die ihre kleinen Alltagslösungen einfach miteinander teilen.

Man geht eigentlich wegen der Gespräche über KI, Marketing oder Selbstständigkeit hin...

...und kommt mit einem Kuscheltier namens Brokkoli nach Hause.

Oder zumindest mit dem festen Vorsatz, sich eins zu kaufen.

Seit zwei Tagen suche ich übrigens selbst nach einem Brokkoli.

Nicht zum Essen.

Sondern für zwischen die Boobies.

Und falls ihr euch jetzt fragt, was mein Mann dazu sagt...

Der hat inzwischen aufgehört, sich über solche Sätze zu wundern.

Der lebt schließlich mit mir. 🤍


Power Ladys

Ach ja... und weil ich finde, dass man großartige Menschen auch mal vorstellen darf:

Laura ist für mich die Frau, die mehr über Inneneinrichtung weiß als so manches moderne Wohnmagazin. Ich liebe ihren Blick für Räume, Farben und Details. Und falls ihr mal über eines ihrer Reels stolpert: Achtet unbedingt auf ihren legendären Brillen-Move. Ich verspreche euch, wenn ihr ihn einmal gesehen habt, achtet ihr jedes Mal darauf.
Ihr Unternehmen “Alles gold was glänzt”- einfach nur beeindruckend.

Und Annik. Ich kenne kaum jemanden, der so tief in den Themen KI, Ads und digitales Marketing steckt. Während viele darüber reden, hat sie sich ein richtig beeindruckendes Business aufgebaut und unterstützt Ferienwohnungsbesitzer und Untervermieter dabei, das Beste aus ihren Unterkünften herauszuholen. Mit unglaublich viel Wissen, Herz und einer herrlich unkomplizierten Art.


Sonntagsbowl der Woche

Eine Sonntagsbowl darf natürlich auch heute nicht fehlen.

Und nachdem der Brokkoli diese Woche schon eine ganz besondere Rolle gespielt hat, darf er jetzt endlich dorthin, wo er eigentlich hingehört: auf den Teller.

Diese kochen wir gemeinsam

Am 21. Juli um 19:45 ist mein Online Workshop zum Thema: einfach gesund Kochen mit ätherischen Ölen

Brokkoli-Aprikosen-Bowl

Zutaten

  • Buchweizen

  • Brokkoli

  • frische Aprikosen

  • Kichererbsen

  • Zucchini

  • Orange

  • Feta

  • Kerne nach Wahl

  • Kokosöl

  • Olivenöl

  • Salz & Pfeffer

  • 1 Tropfen Wild Orange (dōTERRA)

Zubereitung

Den Buchweizen nach Packungsanleitung garen.

Währenddessen die Kichererbsen zusammen mit den Zucchiniwürfeln und den in Spalten geschnittenen Aprikosen in etwas Kokosöl anbraten, bis die Kichererbsen leicht knusprig und die Aprikosen wunderbar karamellisiert sind.

Den Brokkoli nur kurz bissfest garen oder ebenfalls kurz mit anbraten.

Alles gemeinsam in einer Bowl anrichten, die Orangenfilets dazugeben und mit Feta und den Kernen bestreuen.

Zum Schluss mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und einem Tropfen Wild Orange verfeinern.


Ich glaube fest daran, dass wir füreinander Abkürzungen im Leben sind.
— Tina
Tina Pantke