SCHATZ, es ist rot und rechts steht der Tobias!!!!
Wenn du mich auf dem Beifahrersitz neben dir sitzen hast, dann hast du eigentlich drei Dinge gleichzeitig: einen Kommentator, einen imaginären zweiten Bremsassistenten und jemanden, der sich wirklich große Mühe gibt, seine klugscheißerischen Hinweise für sich zu behalten.
Ich sage bewusst: Mühe gibt.
Denn innerlich passiert ungefähr Folgendes: „Bisschen langsamer wäre gut.“ – „Der kommt gleich von rechts.“ – „Warum bremst du jetzt nicht?“ – „Also ich hätte jetzt schon längst gebremst.“
Nach außen: Stille. Angespannte Schultern. Und ein Fuß, der unsichtbar mitbremst.
Ich bin, und das kann ich inzwischen wirklich sagen, die schlechteste Beifahrerin der Welt. So schlecht, dass wir schon im ersten gemeinsamen Urlaub beschlossen haben: Ich fahre. Das ist besser für uns, für unsere Ehe und wahrscheinlich auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Und dann kam Kreta. Und ein Sandsturm.
Aber nicht so ein „oh wie spannend“-Sandsturm, sondern einer, bei dem du plötzlich denkst, du hast dich geografisch komplett verfahren und bist jetzt irgendwo mitten in der Wüste gelandet. Wir waren Stunden vom Hotel entfernt, saßen in unserem kleinen Toyota – liebevoll Bruno genannt – und plötzlich wurde der Himmel rot. So richtig rot. In meinem Mund hat sich alles trocken angefühlt, als hätte ich Sand gegessen, und unsere Jacken haben sich innerhalb kürzester Zeit in ein sehr modisches Beige verwandelt.
Und dann hieß es: zurück. Langsam. Mit 50 km/h über die Landstraße, während um uns herum alles aussah wie ein Instagram-Filter, den man eigentlich nicht braucht.
Der einzige Vorteil: Wir wurden definitiv nicht geblitzt.
Am nächsten Tag war meine Motivation, wieder ins Auto zu steigen… sagen wir… überschaubar. Ich hatte innerlich eigentlich schon beschlossen, dass mein Radius sich ab jetzt auf Balkon, Pool und maximal 200 Meter Umkreis beschränkt.
Und dann kam mein Mann.
Mit dieser Mischung aus Geduld, guter Laune und – ich nenne es mal – einer sehr überzeugenden Engelszunge.
„Lass uns doch nach Heraklion fahren… ein bisschen Kultur… bisschen durch die Stadt laufen… wird bestimmt schön.“
Ich schaue ihn an.
Er schaut mich an.
Ich denke an den Sandsturm. An das rote Licht. An Bruno, der sich angefühlt hat wie ein Spielzeugauto im Windkanal.
Und ich sage erstmal… nichts.
Er redet weiter. Ruhig. Freundlich. Strategisch klug.
Und irgendwann – ich weiß nicht genau wann – höre ich mich sagen:
„Okay… aber nicht so lange.“
(Spoiler: Diese Sätze enden nie so, wie man denkt.)
Also sitzen wir kurze Zeit später wieder im Auto. Ich fahre natürlich. Sicherheit geht vor. Für alle Beteiligten.
Und während wir losfahren, denke ich noch: Na gut. Heraklion. Wird schon.
Was ich in diesem Moment noch nicht wusste: Dass genau diese Fahrt eine dieser Entscheidungen wird, bei denen man später denkt:
Gut, dass ich mich habe überreden lassen.
Und ja – ich sage es jetzt einfach mal ganz offen:
Manchmal… ja manchmal… haben Männer einfach recht.
(Selten. Aber es kommt vor.)
Große Städte sind für mich… sagen wir… herausfordernd. Ich liebe kleine Gassen, ruhige Orte, dieses Schlendern ohne Ziel. Aber dieses ständige „Hello my friend, you want to eat? Lunch? Now?“ – zehnmal hintereinander – bringt mich eher aus der Balance als in Urlaubsstimmung. Und dieses Gefühl, ständig im Weg zu stehen, macht es auch nicht besser.
Ich weiß, das klingt nicht besonders entspannt. Aber ich habe meine Macken. Und im Urlaub sind sie irgendwie… lauter.
Also sind wir los. Bruno wurde noch schnell vom Staub befreit, Parkplatz gefunden – und dann einfach treiben lassen.
Und dann stand ich da. Am Hafen von Heraklion.
Neben mir ein großer Mann mit großer schwarzer Brille und seiner Familie.
Ich schaue hin. Noch einmal. Und denke:
Das ist doch nicht…
Doch.
Tobias Beck.
Seit über zehn Jahren verfolge ich ihn. Bücher gelesen, Seminare besucht, mich inspirieren lassen. Einer dieser Menschen, die es schaffen, Dinge leicht wirken zu lassen, ohne dass sie oberflächlich sind.
Ich drücke die Hand meines Mannes und sage leise:
„Ich glaub es nicht… das ist Tobias.“
Und dann passiert… nichts.
Ich gehe nicht hin. Ich spreche ihn nicht an.
Weil ich sofort sehe, dass er im Urlaub ist. Mit seiner Familie. In seinem Moment. Und irgendetwas in mir sagt ganz klar: Lass ihn.
Und trotzdem kommt dieser Gedanke:
Warum hast du ihn nicht angesprochen, Tina?
Später sehen wir ihn noch einmal. Auf dem Parkplatz. Er, ganz normal, auf der Suche nach seinem Auto. Ich, immer noch nicht mutig genug, etwas zu sagen. Mein Mut war irgendwo unterwegs verloren gegangen.
Und genau in diesem Moment wird mir etwas klar.
Nicht dieses große, dramatische „Life changing“-Ding.
Sondern eher so ein leiser Gedanke, der plötzlich ziemlich deutlich wird:
Wir machen andere oft größer, als sie eigentlich sind.
Und uns selbst kleiner, als wir sein müssten.
Ich bin dann wieder ins Auto gestiegen. Natürlich auf den Fahrersitz. Habe die Hände ans Lenkrad gelegt, kurz durchgeatmet und gemerkt, wie gut sich das anfühlt. Dieses Gefühl von „ich hab das hier“.
Und während wir losfahren, merke ich:
Es war gar nicht entscheidend, ob ich ihn angesprochen habe.
Sondern dass ich gesehen habe, wie normal dieser Moment eigentlich war.
Und wie viel ich selbst oft in solche Begegnungen hineinlege.
Ich fahre weiter, ruhig, konzentriert, Bruno schnurrt wieder ganz normal vor sich hin. Neben mir mein Mann, der wahrscheinlich innerlich froh ist, dass ich fahre, und ich muss ein bisschen lachen.
Weil ich mir denke:
Vielleicht geht es gar nicht darum, jeden Moment zu nutzen oder immer alles richtig zu machen.
Sondern darum, unterwegs zu sein. Mit allem, was dazugehört.
Mit Mut. Mit Zögern.
Mit Gedanken, die manchmal lauter sind als nötig. Und ganz ehrlich?
Vielleicht spreche ich ihn beim nächsten Mal an. Oder auch nicht.
Aber ich weiß jetzt:
Ich bin näher dran, als ich manchmal denke.
Und weil wir
hier ganz ehrlich sind:
All-Inclusive ist bei uns wirklich… all in.
Und bevor meine Waage mich nach dem Urlaub nicht mehr erkennt, habe ich mir eine kleine Routine gebaut – ganz ohne Verzicht, aber mit Gefühl für meinen Körper.
Vor dem Restaurant und über den Tag:
MetaPWR ins Wasser – mein kleiner Reset
2–3 Tropfen ins Wasser, einmal kurz durchatmen und trinken. Die Mischung aus ätherischen Ölen wie Grapefruit, Zitrone, Pfefferminze und Zimt unterstützt meinen Stoffwechsel und gibt mir ein richtig klares, frisches Gefühl – gerade bevor es ans Buffet geht.Grapefruit im Restaurant – für Balance trotz Dessert
Ein Tropfen in mein Wasser oder direkt vor dem Essen. Grapefruit ist für mich so ein kleiner Helfer, wenn es um Balance geht – besonders, wenn ich weiß, dass ich gleich nicht nur beim Salat bleibe.Enzyme am Abend – für eine entspannte Verdauung
Abends nach dem Essen nehme ich meine Enzyme, damit mein Körper alles gut verarbeiten kann. Gerade im Urlaub, wenn einfach mehr, anders und später gegessen wird, macht das für mich einen riesigen Unterschied.
Lust auf Leichtigkeit?
Wenn du im Urlaub nicht nur genießen, sondern dich dabei auch wirklich leicht und gut fühlen willst, dann melde dich gern bei mir.
Ich zeige dir, wie du dich vorbereitest – ohne Verzicht, aber mit ganz viel Gefühl für deinen Körper.
Diese Momente..
Ich liebe ja solche Momente im Urlaub.
Du sitzt da, isst etwas – und plötzlich denkst du:
Okay… das muss ich nachkochen. Sofort.
So ging es mir mit diesem Blumenkohl-Steak.
Ich habe tatsächlich nach der Rezeptur gefragt… und sagen wir mal so:
Ich habe keine exakte Anleitung bekommen 😄
Also habe ich mir alles danach zusammengepuzzelt, probiert, geschmeckt, nochmal angepasst.
Ein kleines bisschen bleibt es wohl das Geheimnis der Küche dort –
aber das hier kommt verdammt nah ran.
Blumenkohl-Steak mit Orange, Haselnüssen & leichter Hollandaise
(oder: Wie Blumenkohl plötzlich sexy wird)
Zutaten (für 2 Personen)
1 großer Blumenkohl
1 Orange (Saft + etwas Abrieb)
2 EL Sojasauce
Salz & Pfeffer
1 TL gemahlener Koriander
Olivenöl
Für das Topping:
1 Handvoll Haselnüsse
leichte Sauce Hollandaise (gern selbst gemacht oder eine gute Variante)
Zubereitung
Den Blumenkohl in dicke „Steaks“ schneiden – ruhig mutig sein, sie dürfen ordentlich sein. Auf ein Backblech legen, mit etwas Olivenöl einreiben und bei ca. 200 Grad im Ofen vorgaren, bis sie weich werden, aber noch Struktur haben.
In der Zwischenzeit die Marinade anrühren: Orangensaft, etwas Abrieb, Sojasauce, Salz, Pfeffer und Koriander vermischen.
Die vorgegarten Blumenkohl-Steaks aus dem Ofen nehmen, großzügig mit der Marinade bestreichen und dann nochmal zurück in den Ofen geben. Jetzt dürfen sie Farbe bekommen, leicht karamellisieren und diese unfassbar gute Kombination aus süß, salzig und würzig entwickeln.
Parallel die Haselnüsse grob hacken und kurz anrösten.
Zum Schluss kommt der beste Teil:
Die fertigen Steaks anrichten, mit der warmen Hollandaise beträufeln und die Haselnüsse darüber geben.
„Vielleicht ist der Unterschied zwischen denen da vorne und dir kleiner, als du dich bisher getraut hast zu glauben.“